ORF: Weniger als 1% sparen und den sterbenden Schwan spielen

Der ORF ist in finanzieller Schieflage – zumindest laut eigener Darstellung. Trotzdem scheint es dem öffentlich-rechtlichen Sender nicht an Geld für fragwürdige Ausgaben zu mangeln. Während die Haushaltsabgabe als neue Zwangsfinanzierung eingeführt wurde, um die angeblich notleidenden Strukturen des ORF zu stützen, werden Millionen für fragwürdige Posten, Promi-Gagen und unnötige Unterhaltungsshows verschleudert.
Ein Paradebeispiel für Misswirtschaft
Ein Blick auf die Personalkosten des ORF offenbart Erstaunliches: Allein für die Moderation des Opernballs 2025 sind sieben Moderatoren und zwei Kommentatoren eingeplant – Kostenpunkt: satte 100.000 Euro. Damit nicht genug: Moderatorin Mirjam Weichselbraun wird eigens aus London eingeflogen.
Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Radio-Legende Robert Kratky verdient beim ORF 447.000 Euro im Jahr, und für die aktuelle Staffel von „Dancing Stars“ werden rund 800.000 Euro an Gagen allein für die Teilnehmer ausgegeben. Gleichzeitig verkauft ORF-Moderatorin Silvia Schneider dem Sender eigene Produktionen – ein Geschäftsmodell, das Fragen aufwirft.
Prioritäten fragwürdig gesetzt
Statt Qualitätsjournalismus zu fördern, investiert der ORF in fragwürdige Unterhaltungsformate. Kochsendungen, Tanzshows und fragwürdige Comedy-Formate verdrängen investigative Formate wie „Report“ oder wissenschaftlich fundierte Sendungen wie „Universum“. Während das Publikum mit belangloser Unterhaltung abgespeist wird, scheinen die ORF-Verantwortlichen mit großzügigen Gehältern und Postenvergaben für ehemalige Sportstars und selbsternannte Kabarettisten vor allem sich selbst zu bedienen.
ORF als Selbstbedienungsladen
Besonders auffällig ist die hohe Anzahl an ehemaligen Sportstars, die nach ihrer Karriere einen Fixposten beim ORF bekommen. Ex-Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz, Skilegenden wie Armin Assinger und Hans Knauß sowie zahlreiche weitere ehemalige Sportler sichern sich gut dotierte Positionen – oft zusätzlich zu eigenen Sendungen oder Nebeneinkünften. Die Gehälter vieler ORF-Größen, darunter auch jene von Bundesland-Heute-Moderatoren oder Ö3-Stars, stehen in keinem Verhältnis zu den Einsparungen, die angeblich notwendig sind.
Haushaltsabgabe: Zwangsfinanzierung ohne Reformen
Anstatt sich kritisch mit der eigenen Struktur auseinanderzusetzen und sinnvolle Einsparungen vorzunehmen, setzt der ORF auf eine einfache Lösung: Die Einführung der Haushaltsabgabe stellt sicher, dass jeder Bürger – unabhängig davon, ob er ORF-Inhalte konsumiert oder nicht – zur Kasse gebeten wird.
Doch wenn dieses Geld in fragwürdige Prestigeprojekte und überzogene Gagen fließt, stellt sich die Frage: Dient der ORF noch dem öffentlichen Interesse oder ist er längst zu einem Selbstbedienungsladen für eine elitäre Clique geworden? Reformen sind dringend nötig – doch solange die Zwangsfinanzierung gesichert ist, fehlt der Druck, tatsächlich etwas zu ändern.
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